Liebe Wählerin, Lieber Wähler,
hiermit bewerbe ich mich als Kandidat für den Landtagswahlkreis 48.

Hauptanliegen meines politischen Handelns ist die Überwindung des profitorientierten Systems hin zum Demokratischen Sozialismus. Dabei ist der Landtag ein guter Ort, Widersprüche des kapitalistischen Systems aufzuzeigen und zu hinterfragen. Natürlich ist der Landtag auch ein guter Ort, um tatsächliche Verbesserungen für und mit den betroffenen Menschen zu erreichen. Gemeinsam mit meinen Genossinnen und Genossen möchte ich mich für eine starke Opposition innerhalb und außerhalb des Landtags einsetzen. Für ein Regierungsbündnis sehe ich derzeit mit keiner Partei irgendwelche Grundlagen.

Thematisch liegen meine Interessen eher bei „Sicherheit“ und „Asyl/Migration“. Aus anderen Zusammenhängen weiß ich aber auch, dass es manchmal gut ist, wenn „fachfremde“ Menschen den politischen, gesellschaftlichen Rahmen für ein Themengebiet definieren. Der Grat zwischen Spezialist und Fachidiot ist schmal. Von daher bin ich bereit und willens, mich in jedes, gemeinschaftlich beschlossenes Themengebiet einzuarbeiten.

 Wichtig finde ich dabei die Bindung an die Partei. Meinem Selbstverständnis nach wäre ich Parteimitglied, das im Landtag sitzt und nicht Landtagsabgeordneter, der einer Partei angehört. Das beinhaltet für mich die regelmäßige Information über meine Arbeit und die Präsenz in der Partei. Nach zwei, spätestens drei Wahlperioden muss für jedeN AbgeordneteN Schluss sein, um sich vor der Korrumpierung durch das System zu schützen. Ich strebe auf dem Landesparteitag einen Platz auf der Landesliste an. Die für Büros und MitarbeiterInnen zur Verfügung stehenden Gelder werde ich in Absprache mit der Partei und den anderen niedersächsischen MandatsträgerInnen aus Europaparlament, Bundestag und Landtag einsetzen, um eine landesweite Präsenz der LINKEn sicherstellen zu helfen. Mein persönliches Einkommen werde ich maximal auf die Höhe eines durchschnittlichen Facharbeiterlohns begrenzen und den übersteigenden Betrag an Partei und Bewegung spenden.

Ich lebe seit relativ kurzer Zeit in Niedersachsen und im Landkreis/Wahlkreis. Dementsprechend möge man mir verzeihen, dass mir die speziellen örtlichen Problem nicht zwingend präsent sind. Aber ähnlich wie bei der Sinnhaftigkeit von „fachfremden“ Menschen in manchem Themengebieten sehe ich mich in der Lage und bin willens, mich den örtlichen Problemen zu stellen und mich für Linderung oder Beseitigung dieser Probleme einzusetzen.

Über Erst- und Zweitstimme am 15.10.2017 würde ich mich sehr freuen!

Mit solidarischen Grüßen


Matthias Wiedenlübbert

 

Details zu meiner Person:
Zurzeit in Verantwortung

• Vorstandsmitglied DIE LINKE KV Wendland
• Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Gedelitz
• Vorsitzender des Vereins Grenzenlos - People in Motion e.V.

Weitere Mitgliedschaften
• Antikapitalistische Linke (AKL)
• Sozialistische Alterative (SAV)
• ver.di
• SJD-Die Falken
• Setra Veteranen Club e.V.
• Patientenrechte und Datenschutz e.V.

Ich bin taz-Genosse und besitze aktienähnliche Anteile an der Triodos Bank.

Persönlicher Werdegang
Am 14.9.1967 in Köln geboren, bin ich in Troisdorf nahe Bonn aufgewachsen und zur Schule gegangen. Lediglich mein letztes Schuljahr (1987/88) habe ich in Gütersloh verbracht und mit dem Abitur beendet. Anschließend ging ich wieder zurück nach Troisdorf. Dort bin ich dann auch das erste Mal in eine Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Ein Engagement, das mich bis heute beschäftigt. 1992 hat es mich im Zusammenhang mit meiner Ausbildung nach Hamburg verschlagen, wo ich meine Frau mit ihren drei Kindern kennenlernte. 1994 haben wir geheiratet und sind näher an unsere Eltern/Schwiegereltern gezogen – nach Bergneustadt in NRW. Dort verstarb meine Frau 2001. Der Versuch, eine neue Beziehung zu leben hat mich 2002 nach Overath (NRW) verschlagen. Der Versuch scheiterte, sodass ich 2010 nach einer kurzen Zeit in Bonn für den Anti-Atom-Kampf ins Wendland gezogen bin. Dem Zivilen Ungehorsam verbunden, war ich maßgeblich aktiv bei X-tausendmal quer, gorleben365, Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen, büchel65. Seit 2012 lebe ich in Gedelitz in einem umgebauten Reisebus. Meine Freundin wohnt am anderen Ende des Landkreises.
Beruflicher Werdegang 1988 Abitur 1988-1991 Zivildienst mit anschließender Beschäftigung im AWO-Altenheim 1990-1991 drei oder vier erfolglose Jura-Semester an der Unversität Bonn (ehrlicherweise habe ich alles gemacht, nur  nicht studiert) 1991-1992 wiederholte, erst ehrenamtliche, dann bezahlte Tätigkeit in Rumänien nach Ceauşescus Sturz. Erst für den ASB, dann für Hilfe für Rumänien e.V. 1992-1995 Ausbildung zum Krankenpfleger 1995-2003 Krankenpfleger im Krankenhaus Lüdenscheid, seit 1998 auch ÖTV/verdi-Betriebsrat (zwischenzeitlich auch Handelsvertreter für Sondennahrung/Ernährungspumpen) 2000-2003 unbezahlter Sonderurlaub wegen Erkrankung der Frau und Betreuung der Kinder 2003-2005 Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe (diese Tätigkeit habe ich allerdings nie ausgeübt 2005-2008 Teilzeitmitarbeiter des NRW-MdL Tüttemberg (SPD); diese Tätigkeit habe ich beendet, weil ich seinerzeit nicht mehr wusste, ob ich die Tätigkeit ausschließlich wegen des Geldes oder auch wegen der Inhalte des Abgeordneten/der Partei ausübe.


2008-2012 allerlei Tätigkeiten, um selbstfinanziert leben zu können:
Meinungsumfragen, privater Briefzusteller, Veranstaltungstechniker, Handelsvertreter, Baustellensanitäter, Kampagner
seit 2012 glücklicher ¾-Teilzeit-Busfahrer in Europa für Unterwegs-Die Reise GmbH, Braunschweig
Nov. 2015-März 2016 befristete Tätigkeit als Krankenpfleger in der Notunterkunft Woltersdorf des ASB

Politischer Werdegang
Mit 14 Jahren hat meine politische Sozialisation in der SJD-Die Falken begonnen. Mit 16 Jahren bin ich in die SPD eingetreten und habe dort zunächst bei den Jusos mitgearbeitet. Mit fortschreitendem Alter bin ich, aus meiner damaligen Perspektive folgerichtig, auch in die Gewerkschaft, die AWO, den ACE und den ASB eingetreten. Darüber hinaus habe ich mich stets auch in anderen Vereinen und gesellschaftlichen Bewegungen organisiert und engagiert. Sei es in einem selbstverwalteten Jugendkulturcafé, bei der Gründung eines Mensaverein einer Gesamtschule, der Freiwilligen Feuerwehr, im Betriebsrat, dem Humanistischen Verband NRW oder der Geflüchteten/Flüchtlingshilfe. Bereits als Jugendlicher war ich für die SPD sachkundiger Bürger im Kulturausschuss der Stadt Troisdorf. In Bergneustadt war ich ebenfalls sachkundiger Bürger (den Ausschuss weiß ich schon garnicht mehr). In Overath war ich dann ordentliches Ratsmitglied und zuletzt Fraktionsgeschäftsführer. Mit Umzug ins Wendland endet meine aktive Parteiarbeit. Die fehlende kommunale Anbindung an die Partei führte dann 2012 zu meinem Austritt. Bis dahin konnte ich sagen: ich bin in der innerparteilichen Opposition, aber kommunal kann ich etwas bewegen. Das ging dann nicht mehr. Mit Kündigung bei „meinem“ MdL 2008 kündigte sich dieser Prozess bereits an. Auch habe ich mit der gesamten „Vereinsmeierei“ gebrochen und nur die Mitgliedschaften in der SJD-Die Falken und der Gewerkschaft aufrechterhalten. Im Wendland habe ich mich Gruppen zugewandt, die sich Aktionen Zivilen Ungehorsams verschrieben haben. Sei es gegen Castortransporte oder die Endlagerbaustelle in Gorleben, das AKW in Brokdorf, Nazis in Dresden und Magdeburg, dem GÜZ in Sachsen-Anhalt oder die Atombomben in Büchel. Diese Zeit war sehr intensiv und lehrreich. Besonders die Entscheidungsfindung nach dem Konsensprinzip hat mich nachhaltig beeindruckt. Verändert sich doch deutlich die Kommunikation während der Entscheidungsfindung hin zu einem respektvolleren Umgang miteinander. Als die Auswüchse unseres Wirtschaftswachstums im Herbst 2015 die Flüchtlinge in nun unübersehbarer Zahl Richtung Europa trieb, wurde auch dies zu einem Handlungsfeld für mich. Unter meinem Zutun wurde der Verein Grenzenlos - People in Motion e.V. gegründet. Im Frühjahr 2016 war ich so vier Wochen bei den Flüchtenden an der griechisch-mazedonischen Grenze, im Frühjahr 2017 für vier Wochen an der serbisch-ungarischen Grenze. Spätestens hier habe ich den Glauben an eine friedliche, solidarische EU verloren. Natürlich nicht, an einem friedlichen, solidarischen Europa! Und mir wurde klar: für mich gehört zum praktischen, politischen Engagement eine Vision, warum ich etwas im Heute und Jetzt tue. Die Vision von einem Sozialismus ohne Ausbeutung und Unterdrückung, mit der freien Entfaltung eines jeden Einzelnen innerhalb einer solidarischen Gesellschaft. Deswegen heute und jetzt in der Partei DIE LINKE!

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