„Das Leben auf dem ,platten Land‘ wird auch deshalb unattraktiv, weil es keine ausreichenden öffentlichen Verkehrsmittel gibt.“ Unser Direktkandidat im Wahlkreis 48 Elbe Matthias Wiedenlübbert ist mit dieser Bewertung der Situation nicht allein. Haltestellenschließungen auf der Bahnstrecke Lüneburg–Dannenberg dürfe es deshalb nicht geben.
Unterstützung erhielt er von unserem Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens. In Niedersachsen wie auch in den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ließen sich viele Beispiele finden, wo der öffentliche Nahverkehr die letzte Lebensader für Dörfer ist. Sie zu kappen hieße, ganze Regionen für Menschen und Gewerbebetriebe abzuschreiben, sagt der Bundespolitiker. Am Dienstag referierte Herbert Behrens in Dannenberg auf Einladung der örtlichen LINKEN zum Thema „Bahn frei! – LINKE Verkehrspolitik im Landkreis Lüchow-Dannenberg“.
Matthias Wiedenlübbbert präsentierte die Folgen der geplanten Haltestellenschließungen und stellte der Einschränkung des Angebots die Alternative seiner Partei vor. DIE LINKE belässt es nicht bei einem einfachen Nein zu den „Beschleunigungsplänen durch weniger Haltepunkte“, wie sie die Privatbahn errix favorisiert. DIE LINKE setzt auf kürzere Taktzeiten, um die Attraktivität auch dieser Strecke zu erhöhen.
„Fahrgäste gewinnt man nicht dadurch, dass man ihnen Zusteigemöglichkeiten wegnimmt“, sagt der 50-jährige Busfahrer aus Trebel.
Herbert Behrens referierte ausführlich über die Bahnpolitik seiner Fraktion im Deutschen Bundestag. Reaktivierung früherer Bahnstrecken, kurze Taktzeiten und günstige Fahrpreise sind die Eckpunkte seiner Bahnpolitik für Niedersachsen. Auch in der Fläche müsse auf den umweltverträglichen Schienenverkehr gesetzt werden. Statt über Oberleitungs-Lastwagen auf Autobahnen zu phantasieren solle lieber die Elektrifizierung der Bahn und besserer Lärmschutz vorangetrieben werden, so Behrens.
Bereits im Jahr 2012 hatte Behrens mit der Bundestagsfraktion und der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen „Alternativen Verkehrsplan für Niedersachsen“ herausgegeben, der im Internet unter www.nachhaltig-links.de heruntergeladen werden kann. Die damaligen Vorschläge sind nach wie vor aktuell: „Das Schienennetz muss drastisch erweitert, vielfach reaktiviert werden und der Schienenverkehr muss massiv wachsen. Eine Flächen- und Bürgerbahn muss realisiert werden!“

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