865.000 Menschen haben mittlerweile deutschlandweit keine Wohnung mehr. Unter anderem, weil Mieten steigen und Kommunen und Städte sich aus ihrer Verantwortung für bezahlbaren Wohnraum stehlen. Die Entscheidung im Lüchower Stadtrat zwei Wohnblöcke zu veräußern, stößt bei den hiesigen LINKEN auf absolutes Unverständnis. Andreas Gülk, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE in Lüchow-Dannenberg dazu: Dass UWG-Mitglieder die Aufgabe der Kommune nicht in der Wohnraumvermietung sehen, ist eine Unverschämtheit und ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind. Die neoliberale Denke, dass Wirtschaftlichkeit über Daseinsfürsorge stehen muss, scheint fest in den Köpfen der Mehrheit des Lüchower Stadtrates verankert zu sein. Die Mont-Pèlerin-Gesellschaft hat ganze Arbeit geleistet.
Die Wohnraumsituation ist in Lüchow-Dannenberg schon lange nicht mehr so entspannt, wie oft geschildert wird. Insbesondere Menschen, die mit Negativmerkmalen in den Schuldenregistern stehen, sind oft abgeschnitten vom Zugang zum privaten Wohnungsmarkt. Mittlerweile verlangt fast jeder Vermieter eine Schufa-Auskunft. Umso wichtiger ist es, dass auch die Kommunen genügend bezahlbaren Wohnraum vorhalten, so Gülk weiter. Dass die SPD den Verkauf der sanierungsbedürftigen Wohnungen als alternativlos darstellt, ist bestenfalls ein Urteil über das eigene Versagen in der Vergangenheit. Einen Sanierungsstau, von 400.000€ bei 11 Wohnungen, muss man erst einmal hinbekommen.

e-max.it: your social media marketing partner