Viele Familien mit schulpflichtigen Kindern, die von ALG2 leben müssen, stehen jedes Jahr vor der Frage, wie sie die Schulmaterialien für das neue Schuljahr bezahlen sollen.

Andreas Gülk, Kreisvorsitzender der Partei DIE LINKE. Lüchow-Dannenberg, begrüßt die Entscheidung des Landessozialgerichts Celle vom vergangenen Montag. Bisher wurden aus dem Schulbedarfspaket nur 100€ pro Kind und Jahr auf Antrag gezahlt, im Hartz-IV-Regelsatz waren 2017 nur 1,55€ für Bildung vorgesehen. Die Kosten für Schulmaterial lagen oft weit darüber. Bis zu 330€ können die Kosten pro Kind und Jahrgang betragen. Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern sind davon besonders hart betroffen. Zukünftig müssen die Jobcenter die Kosten für Schulbücher auch über die 100€ hinaus übernehmen. Das Gericht folgte der Auffassung der Kläger, dass es nicht zumutbar ist, den Betrag aus dem Regelsatz jahrelang für die Schulbücher eines Schuljahrganges zu sparen.

Die Entscheidung des Landessozialgerichts ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Aber auch diese Entscheidung wird nichts daran ändern, dass der Zugang zu Bildung in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängig ist. Wer wohlhabende Eltern hat, hat deutlich bessere Chancen, Abitur zu machen und zu studieren.
Wir wollen Lehr- und Lernmittelfreiheit, kostenfreie Verpflegung in Kita und Schule sowie kostenfreie Beförderung von Schülerinnen und Schülern zur Schule. DIE LINKE steht für gute Bildung, die nicht vom Geldbeutel und der Herkunft abhängt, so Gülk abschließend.

e-max.it: your social media marketing partner